Über uns
Seit ihrer Gründung hat sich pro-Voce – Gesellschaft für Sprache und Kommunikation e.V. einem klaren Ziel verschrieben: Menschen mit Sprechbeeinträchtigungen eine starke Stimme zu geben. Als gemeinnütziger Verein verband pro-Voce wissenschaftliche Expertise mit dem gelebten Alltag Betroffener – und schuf damit eine Brücke zwischen Forschung, Therapie und Selbsthilfe.
Unsere Mission
Sprechen ist mehr als die bloße Übertragung von Informationen. Es ist Identität, Teilhabe und Verbindung zur Welt. Für Menschen, die stottern oder unter anderen Sprechbeeinträchtigungen leiden, kann jedes Gespräch zur Herausforderung werden – im Beruf, in der Schule, im sozialen Umfeld. pro-Voce setzte sich dafür ein, dass diese Menschen nicht allein gelassen werden.
Wir verstanden unsere Arbeit als dreifaches Engagement: informieren, vernetzen und befähigen. Betroffene sollten fundierte Informationen über Therapieoptionen und neurowissenschaftliche Erkenntnisse erhalten. Angehörige sollten verstehen, wie sie unterstützend wirken können. Und Fachkräfte – Logopädinnen und Logopäden, HNO-Ärzte, Pädagogen – sollten praxisnahe Ressourcen finden, die ihre Arbeit bereichern.
Geschichte und Wurzeln in der Selbsthilfebewegung
pro-Voce entstand aus dem Geist der Stotterer-Selbsthilfebewegung heraus, die in Deutschland seit den 1970er-Jahren kontinuierlich gewachsen ist. Die enge Verbindung zur Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. (BVSS) prägte von Anfang an unsere Arbeit. Selbsthilfe bedeutet für uns nicht das Fehlen professioneller Unterstützung, sondern ihre sinnvolle Ergänzung durch Gemeinschaft, gegenseitigen Erfahrungsaustausch und kollektive Stärke.
Der Verein pflegte von Beginn an eine offene, inklusive Vereinskultur: Betroffene, Angehörige und Therapeuten arbeiteten unter einem Dach zusammen – auf Augenhöhe.
Unser Regionalbereich Kassel
Ein besonderer Schwerpunkt unserer Vereinsarbeit lag im Raum Kassel, wo lokale Selbsthilfegruppen und Veranstaltungen das regionale Netzwerk für Stotternde und ihre Familien belebten. Hier entstanden Kontakte, die weit über die Region hinaus wirkten: Workshops, Informationsabende und Begegnungen mit Fachleuten schufen ein Fundament der gegenseitigen Unterstützung.
Wissenschaft als Fundament
pro-Voce verstand sich auch als Wissensträger. Wir veröffentlichten und vermittelten wissenschaftliche Materialien zu Sprachtherapie, Stottertherapie und Neurowissenschaft – stets mit dem Anspruch, komplexe Forschungsergebnisse für alle Zielgruppen verständlich aufzubereiten. Fachkräfte wie der Deutsche Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl) leisteten dabei wertvolle ergänzende Arbeit, mit der wir uns inhaltlich verbunden sahen.
Gemeinnützigkeit als Haltung
Als eingetragener gemeinnütziger Verein handelten wir ohne wirtschaftliche Interessen. Alle Ressourcen flossen direkt in unsere Kernaufgaben: Aufklärung, Beratung und Vernetzung. Diese Haltung spiegelte sich in unserer gesamten Arbeit wider – von der Erstellung von Informationsmaterialien bis hin zur Begleitung Betroffener auf ihrem individuellen Weg mit dem Stottern.